Werkoberstufe

Die Werkoberstufe ist ein weiterführendes Bildungsangebot für Jugendliche mit unterschiedlichsten Behinderungen oder Entwicklungsstörungen ab dem 14. Lebensjahr. In dieser Lern- und Arbeitsgemeinschaft stehen individueller Fortschritt und soziale Kompetenz im Vordergrund. Nicht Leistungsvergleich, sondern der Grundsatz gegenseitiger positiver Interaktion zwischen den Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Begabungen ist das zentrale Anliegen, das durch heilpädagogische Maßnahmen seitens der Betreuer gefördert wird.

Der Unterricht in der Werkoberstufe umfasst allgemeinbildende Fächer wie Geografie oder Physik, Förderung in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen sowie Sprachförderung, basales Englisch und lebenspraktisches Üben. Er bietet außerdem fundierten handwerklichen Unterricht in verschiedensten Bereichen, z. B. Weben, Schneidern, Gartenbau, Kochen (Hauswirtschaft), Holzwerkstatt, Korbflechten, Tonarbeiten. Dazu kommen künstlerische Fächer wie Malen, Eurythmie, Theater und Musik. Klassenlehrer, Fachlehrer, Künstler, Handwerker gestalten den Unterricht mit der Unterstützung von Heilpädagogen (heilpädagogischen Betreuern).

Die Jugendlichen können eigenen Neigungen und Stärken entdecken, Fertigkeiten erwerben und den Weg zu sinnvoller Selbstverwirklichung und größtmöglicher Selbständigkeit finden.

  • Der übersichtliche, rhythmisch strukturierte Ablauf des Unterrichts ist für die Jugendlichen eine große Hilfe, um in Arbeitsabläufe und soziale Prozesse hineinzufinden und in der eigenen Entwicklung voranzukommen. Die Entfaltung der Persönlichkeit und die emotional-seelischen Entwicklung werden durch alle künstlerischen Tätigkeiten gestärkt, besonders auch durch die Bewegungskunst Eurythmie und durch das Theaterspielen.
  • Im handwerklichen Arbeiten werden die Jugendlichen … (im bisherigen Text 3. Absatz. Änderung in der Mitte: begleitender Unterricht statt epochenbegleitender, später: Arbeitsmaterialien ihrer Qualität … statt Materialien …)
  • Selbständigkeit im Tun je nach den individuellen Möglichkeiten zu erlangen, wird möglich durch das tägliche Wiederholen und Üben einzelner Arbeitsschritte. Dadurch kann jeder junge Mensch seinen Fähigkeiten gemäß einfachere oder schwierigere Arbeitsschritte übernehmen, für diese Verantwortung tragen und dafür Anerkennung bekommen.

Die Werkoberstufe ist eine altersübergreifende Klasse mit Jugendlichen zwischen dem 14. und dem 18. Lebensjahr, die in der Regel drei bis vier Jahre besucht wird. Wo es sinnvoll erscheint wird allmählich eine stärker berufsorientierte handwerkliche Spezialisierung angeboten, vorerst im Bereich Gartenbau.

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