Schulprojekte

Viele Waldorfschulen weltweit setzen in der 7. Klasse im Werkunterricht ein besonderes Projekt als pädagogisches Mittel zur Stärkung des sozialen “Klassenkörpers” ein: das Marionettenspiel.

Während der Arbeit an der Puppe vertieft sich deren Persönlichkeit, die zuvor aus dem Lesen der Geschichte nur ungefähr erahnt wurde; es müssen sich einzelne Gruppen genau miteinander absprechen und natürlich sollten alle Figuren eines Stückes gut zueinander passen, ohne dadurch an Individualität verlieren zu müssen. So wird schon der Herstellungsprozess zu einer Kommunikationsübertragung.

Umso mehr wird dann beim Proben und erst recht bei den Aufführungen klar, dass wir als Gemeinschaft stärker sind, wenn wir uns vollkommen aufeinander verlassen können. Im Fall unseres Spieles ist es wichtig zu wissen, dass z.B. der Umbau gemacht wird und Requisiten am richtigen Platz stehen und vor allem: dass jede und jeder sein bestes beim Spielen gibt…! Nur dann gelingt die Aufführung und die Puppenspieler merken, dass das Publikum an den “richtigen” Stellen lacht oder erschrickt und dass hinterher auch ordentlich geklatscht wird.

Das Marionettenspiel der 7. Klasse hat den SchülerInnen viel Lob eingebracht! Trotz kürzester Probezeit stiegen sie mit großer Spielfreude ein und so wurde das “Tischleindeckdich, Eseleinstreckdich und Knüppelausdemsack” ein gelungenes Ereignis, an das wir alle noch lange denken werden.

v. Fiona Pramberger
Werklehrerin

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