Oberstufe

Die Oberstufe der Waldorfschule Karl Schubert · Graz besteht aus der regulären Oberstufe (9. bis 12. Klasse) und der Werkoberstufe.

In den vier Oberstufenklassen wird auf den Grundsätzen der Waldorfpädagogik das Prinzip der ganzheitlichen Pädagogik weiter gepflegt („Bildung von Kopf, Herz und Hand“). So werden neben den üblichen kognitiven Fächern Schwerpunkte auf Kunst und Handwerk gelegt, aber auch auf die soziale Erziehung sowie auf das lebensnahe Lernen, meist in Form von mehrwöchigen Praktika im In- und Ausland.

„Kopf“: kognitiver Unterricht

Der kognitive Fächerkanon (Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geografie, darstellende Geometrie, Physik, Chemie, Biologie) wird nach dem Epochenprinzip unterrichtet. Englisch und Französisch erscheinen als gleichwertige Fremdsprachen im wöchentlichen Stundenplan der Klassen. Zusätzlich zum konfessionellen Religionsunterricht wird ein Ethikunterricht angeboten.

„Herz“: künstlerischer Unterricht

Musik, Orchester, Eurythmie begleiten den Alltag unserer SchülerInnen. Die bildnerische Erziehung bezieht nicht nur das Malen, sondern auch das Plastizieren und die Bildhauerei ein. Projekte und Ausstellungen in und außerhalb unserer Schule dokumentieren die Ergebnisse dieses Unterrichts. Theaterprojekte in deutscher oder englischer bzw. französischer Sprache werden in der 11. und 12. Klasse veranstaltet.

„Hand“: handwerklicher Unterricht

Der Umgang mit den verschiedensten Materialien wird am Nachmittag erlernt: An Stoff, Papier, Holz, Metall und Stein können unsere SchülerInnen ihre Kreativität erproben.

Praktika: lebensnaher Unterricht

  • Landwirtschaftspraktikum in der 9. Klasse
  • Feldmesspraktikum in der 10. Klasse
  • Auslands- und Sozialpraktikum in der 11. Klasse

Inklusion in der Oberstufe

In der Oberstufe wird Inklusion als eine bereichernde Möglichkeit, voneinander zu lernen verstanden. Egal mit welchen Voraussetzungen und Fähigkeiten Kinder und Jugendliche an der Schulgemeinschaft teilnehmen, Inklusion gelingt in Form zahlreicher Begegnungen.

Zusammenlernen mit der Werkoberstufe

Schülerinnen und Schüler der Werkoberstufe können manche Epochen und Projekten im regulären Zweig der Oberstufe teilnehmen, um dort neues Wissen zu erwerben.

Förderkonzept

Das Förderkonzept der Oberstufe hat zum Ziel, die Jugendlichen auf ihre unterschiedlichen Wege bestmöglich vorzubereiten und sie dabei unterstützend zu begleiten. Die Persönlichkeitsbildung, das Erkennen ihrer eigenen Potentiale und Fähigkeiten, Ziele zu formulieren und zu verfolgen sind zentrale Merkmale der Arbeit der Lerncoaches.

Jugendcoaching

Ab der 9. Klasse wird mit dem Jugendcoaching der Lebenshilfe zusammengearbeitet. Die Coaches sind ebenfalls Ansprechpartner/innen für den weiteren Ausbildungsweg der Jugendlichen.

Ziel: Beruf erlernen

Steht ein Berufswunsch im Raum, wird den Schülerinnen und Schülern in dieser Orientierungsphase zur Seite gestanden.  Es wird ihnen gezielt vermehrt praktischer Unterricht als Alternative zum „normalen“ Stundenplan angeboten, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. So können sie intensiver Erfahrungen und Arbeitspraktiken sammeln, um für die spätere Berufssuche und -wahl gut vorbereitet zu sein. Die Schule vermittelt individuell Praktika in Bereichen, die von den jeweiligen Schülerinne und Schülern erkundet werden wollen und unterstützt sie beim anschließenden Bewerbungsprozess.

Ziel: Matura

Schülerinnen und Schüler, die die Matura anstreben, werden sie nach Bedarf so gefördert, dass sie gut auf das Maturajahr im BORG oder dem Abendgymnasium vorbereitet sind.

Abschluss

Die Oberstufe der Waldorfschule Karl Schubert · Graz bietet für alle Jugendlichen die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung und zielt nicht ausschließlich auf einen Matura-Abschluss. Dank ihrem umfangreichen handwerklich-künstlerischen Angebot eröffnet sie ihren AbsolventInnen eine andere berufliche Perspektive im praktischen und künstlerischen Bereich.
Jugendliche, die maturieren möchten, wechseln nach der 12. Klasse in eine Staatsschule (BORG), wo sie nach erfolgreichem Abschluss der 8. Klasse ihre Reifeprüfung ablegen.

Zwölf Jahre Waldorfschule reduzieren die Berufsschulzeit um ein Jahr. Diese Vereinbarung gibt es bereits mit den verantwortlichen Berufsinnungen.

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